04.02.2020

Geschichte der Briefmarke (Teil 1)

Ihre Entstehung

Die meisten verschicken heute nur noch selten einen Brief oder nur bei wichtigen Angelegenheiten. Wenn aber ein Brief verschickt wird, gehört die Briefmarke selbstverständlich dazu.  Doch woher stammt die Briefmarke? Wie sah die erste aus? Weshalb haben sie Zacken am Rand? All diese Fragen beantworten wir im ersten Teil zur Geschichte der Briefmarke.

Bereits im 17. Jahrhundert gab es eine Briefmarkenähnliche Methode zum bezahlen der Postsendungen, das sogenannte «Billet de port payé» aus Frankreich. Dieses war ein einfacher Papierstreifen, welcher mit Faden oder einer Klammer am Brief befestigt wurde. Ein ähnliches Verfahren gab es auch etwas später in London. Dort wurde ein Einheitspreis für Post durch einen Stempel festgelegt. Anfangs 19. Jahrhunderts gab es dann Briefumschläge, welche bereits einen Stempel aufgedruckt hatten und direkt so erworben werden konnten.

Die erste Briefmarke

Als Urheber der Briefmarke gilt der Engländer Rowland Hill, welcher 1838 die Idee einer Marke zur Vereinfachung des Postsystems hatte. Jeder sollte es sich so leisten können, Briefe zu verschicken und nicht nur die Reichen. Auch neu entstand so das Konzept, dass der Absender für den Brief bezahlen muss anstelle des Empfängers, wie es bis dato üblich war.
Die erste aufklebbare Briefmarke wurde am 6. Mai 1840 Frankaturgültig. Sie wurde «One Penny Black» genannt, da sie nur einen Penny kostete. Ihr Motiv war Königin Victoria im Profil auf schwarzem Hintergrund. Sie wurde eigens von Rowland Hill entworfen, nachdem dieser am Ende eines Wettbewerbs für das Aussehen der Briefmarke alle Vorschläge abgelehnt hatte. Den kompletten Artikel zur Briefmarke gibt es hier (https://de.wikipedia.org/wiki/Briefmarke#Geschichte).

Weshalb haben Briefmarken zacken?

Wie auf dem Bild der One Penny Black zu sehen ist, verfügt sie über gerade Kanten. Die neueren Briefmarken haben jedoch Zacken. Weshalb ist das so? Die One Penny Black wurde damals auf grossen Druckbögen gedruckt und musste anschliessend von Hand ausgeschnitten werden. Dies führte dazu, dass einige Briefmarken einen dicken Rand hatten oder angeschnitten waren. Um dieses Problem zu bewerkstelligen setzte der britische Geschäftsmann Henry Archer eine Durchstichmaschine ein. Doch auch diese schnitt nicht sauber. Schliesslich wurde 1848 die Reihenzähnungsmaschine patentiert, welche kleine Löcher aus den Druckbögen herausstanzte. Dies führte dazu, dass die Briefmarken durch die Löcher schneller und sauberer voneinander getrennt werden konnten und so entstanden auch die typischen Zacken.  Der komplette Artikel ist hier zu finden: (https://www.tagesspiegel.de/wissen/aha-warum-haben-briefmarken-zacken/6294822.html).
Quelle Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/36/Penny_black.jpg

  • Erste Briefmarke: Die One Penny Black